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Rezension: Vielstimmiger Folk-Pop - CCM-Rezis (12/03/08)

Rezension: "Hand in Hand" - sound7.de (06/03/08)

Interview mit DRAN (03/2008)

Wieder "Hand in Hand" (29/02/08)

Rezension über das Album "Hand in Hand" (26/02/08)

Sharona im Interview mit Gerth Medien (21/02/08)

"Sharona" begeisterte das Publikum in der Heimatstadt (12/09/07)

Es geht um die Veränderung des Herzens (11/10/07)

Erfolg heißt nicht immer groß raus kommen 01/2003)

Sharona im Interview (04/2003)

Sharona wird langsam erwachsen (03/2003)

Newcomer 2001 und 2002 spielten nacheinander

Unglaublich viel Erfahrung (03/2001)

Musik und Kultur für die Seele

Mutig, vielseitig und ganz direkt

Einheit aus peppiger Melodik und überzeugenden Texten

 

 

 

 

 

 

 

Rezension: Vielstimmiger Folk-Pop voller Wärme und Ermutigung

Sharona sind nach vier Jahren Pause zurück – mit einem vierten Mitglied, einem vorwiegend deutschsprachigen (DANKE!) Album und einer Konzerttournee. Ihre mehrheitlich selbst geschriebenen neuen Lieder kreisen um Liebe, Echtsein, Heilung und Schönheit. Dabei reichen sich Sara Lorenz und ihre Kusinen Lisa Kriegeskotte, Tina Pantli und Jana Rink nicht nur untereinander die Hände zu einem ehrlichen Miteinander. Sie möchten auch fest an der Hand dessen gehen, den sie als König ihrer Herzen besingen.

Wie in den Vorgängeralben und in Sara Lorenz' Solodebüt "Overflowing" (2007), bei dem ihre drei Kusinen mitwirkten, stecken auch in der neuen Sharona-CD spürbare Begeisterung und Professionalität: vom Songwriting über die Arrangements, den vielstimmigen Gesang und die lupenreine Produktion von Eberhard Rink (stellenweise vielleicht fast zu studiohaft perfekt) bis zur Gestaltung des Booklets und der Pressedoku! "Hand in Hand" ist ein wohltuendes, anmutig feminines Musikerlebnis geworden, mit leichtfüssigem Folk-Pop, gefühlvollen Balladen, Chansons, anbetungsvollen Lobliedern und einem Hauch Jazz. Flügel, akustische und verstärkte Gitarren, Bass, Drums & Perkussion, Banjo, Mandoline, Trompete, Violine, Akkordeon, Kontrabass, Whistles u.v.m. schaffen eine abwechslungsreiche, feingliedrige Begleitung mit leisen Schnörkeln und stimmungsvollen Interludes. Die Musik fliesst angenehm, nichts klingt aufgesetzt oder geschraubt, nichts sticht grob heraus. Luftig schliesst ein Lied ans andere an.

Gleich mit dem Opener "Hand in Hand" (# 1) ist sie wieder da, diese typische Sharona-Vielstimmigkeit mit fröhlichem Rhythmus, frischen Harmonien à la Point of Grace und ansteckenden Refrains. Jede der vier ist mit einer grossartigen Stimme begabt, die von Jahr zu Jahr noch einnehmender und wärmer klingt, wie die vielen Solos beweisen. Auch ihr Songwriting hat an Tiefe und Aussagekraft nochmals zugelegt. Hell und munter bringen "Turning around" (# 4) und "Wenn ich dich nicht hätte" (# 2), beide von Lisa geschrieben, das Lebensmotto von Sharona auf den Punkt: Statt um sich selber zu kreisen, möchten sie Gott in ihrem Leben wirken lassen, in der Überzeugung, dass seine Pläne so viel besser sind. Direkt, aber liebevoll ermutigt Sara im Chanson "Alles klar" (# 3) dazu, Probleme nicht hinter schönen Fassaden zu verstecken: »Darf ich dir was raten: Das Licht tut zwar weh, doch es heilt dich ... Mach dich auf, lass Licht rein!« – »Jesus hat so gelebt«, erklärt sie dazu, »und gesagt, dass er uns nur frei machen kann, wenn wir unser Herz öffnen und bekennen, was wir lieber verbergen würden.«

Von Gott verliehene Schönheit

In einer schwierigen Zeit schrieb Jana "Lebenslange Lebenslügen" (# 10), mit dem sie ins Bewusstsein ruft, dass Gott keine Schattengewächse züchtet, sondern seine Kinder zu Lichtern in der Welt machen will. Ein federleichter Ohrwurm, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht, ist "Aber ich" (# 5), geschrieben von Ute Rink: Wie wunderbar, wenn wir in den Augen eines anderen überaus wertvoll sind – auch wenn sich die Welt ohne uns weiterdrehen würde! An sich schön gestaltet ist das folkige "Trust Me This Is Love" (# 6). Ich vermisse jedoch die Intensität und das "Raspelige", die diesem Lovesong zusammen mit dem Namen Amanda Marshall wohl auf immer anhaften werden ...

In der zweiten CD-Hälfte wird's nach einem wirbligen Instrumental von Alexander Rink zunehmend anbetungsvoller. Eine Überraschung ist "Wunderschön" (# 9), Saras deutsche Version von Ginny Owens' "Call Me Beautiful". Der träumerische, raffiniert neu arrangierte Akustik-Song staunt darüber, wie Gott uns auf einer tieferen Ebene begegnen möchte. Wie es sich anfühlt, mit Gott zu leben, beschreibt das strömende "Breathe" (# 8) mit seiner energischen Bridge und sich überlagernden Stimmen. Statt einen Balladenton anzuschlagen, liess sich Tina in "King of My Heart" (# 11) auf fetzige Tanzrhythmen mit Trompete, jazzigen Klaviertakten und coolen Harmonien ein. Tina und Sara teilen sich die Leadstimme im seelenvollen "Mein Herz erreicht" (# 12), das davon erzählt, wie Jesus heute noch Menschen ganz direkt anspricht und an sich zieht. "Aus Liebe" (# 13), der zarte und berührende Albumschluss, verdeutlicht diese göttliche Liebe, die alles hingibt und alles überwindet: »Mein König wurde mein Diener, gab alles für mich hin. Jetzt liege ich vor dir, Herr, von deiner Liebe berührt. Meine Hand in deiner, du hast mein Herz zu dir geführt«. – Gewaltig!

In Kürze: sympathisch, aussagekräftig und hochklassig wie eh und je – ein vielstimmiger Musikgenuss, der aufstellt und einfach gut tut! Wie schon in ihren ersten beiden Alben werben Sharona für ein Leben mit Jesus, indem sie von eigenen Erfahrungen mit ihm singen. Dabei ermutigen sie ihre Zuhörer, sich aus freiem Herzen Gott und einander zuzuwenden, verschweigen aber auch nicht, wie schwer dies manchmal ist, weil wir zu gerne nur um uns selber kreisen.

Quelle: CCM-Rezis (12/03/08)
Autor: Monica Seidler
www.ccmtexte.de






Rezension: "Hand in Hand"

Hand in Hand
Sharona
Releasejahr: 2008
Stil: Pop
Label/Verlag: Gerth Medien
Artistpage: http://artists.sound7.de/sharona

Bei anstehenden CD-Rezensionen bekomme ich jedes Mal sehr seltsame Anwandlungen. Ich entwickle eine stark ausgeprägte CD-Player-Phobie. Vor lauter Angst, was mich erwartet, und dass ich dann auch noch ehrlich darüber schreiben muss, werden die Bögen um meine HiFi-Anlage immer größer.

Irgendwann hatte es die neue Sharona-CD dann doch in meinen CD-Spieler geschafft.
Und – es war gar nicht so schlimm! Im Gegenteil, das sind eigentlich sehr schöne Songs, die die Mädels da produziert haben. Sharona, das sind die Frauen mit den vier Buchstaben: Tina, Jana, Sara und Lisa.

Aufgenommen wurde die Platte von November 2007 bis Januar 2008. Produziert wurde sie – natürlich - von Eberhard Rink. Und auch bei den Instrumentalisten haben sich die Mädels keine Unbekannten an ihre Seite geholt, u.a. Klaus Bittner, Uli Kringler, Lothar Kosse, Marc Ebermann, Ralf Gustke, Hanjo Gäbler, Daniel Schunn.

Handwerklich ist es eine Platte, an der es nichts auszusetzen gibt. Die Musiker erledigen ihren Job vorbildlich und die vier sanften Frauenstimmen umschmeicheln das Ohr. Um diese Platte richtig zu mögen, muss man allerdings einen Hang zu Mädchen-Bands haben. Jedes Lied für sich betrachtet, ist ansprechend geschrieben, in den meisten Fällen durchdacht produziert und jede der vier Sängerinnen kann durch Solostücke glänzen.

Auf dieser Produktion wechseln sich sanfte Popballaden mit schnelleren Girl-Group-Nummern ab. Und zwischendrin taucht plötzlich noch ein Song im Chanson-Stil auf.

Im Großen und Ganzen sauber arrangiert, aber eben, für meinen Geschmack, etwas zu glatt gebügelt.
Manche der Songs wirken erst durch die mehrstimmige, geballte Frauen-Power. Bei anderen sind die Backings wie ein Werbeplakat mit Ballack an der Bundesstraße – sie lenken vom Eigentlichen ab.

Am meisten stört mich eigentlich, dass diese Lieder auf eine CD gepresst sind. Denn die einen passen besser in die Girlband-Schublade, die anderen auf einen Lobpreis-Sampler. Manche Titel sind in englischer Sprache, die anderen in Deutsch.
Und mitten drin ein Instrumental-Stück von Alexander Rink. Eine echte Familien-Produktion eben.
Obwohl die Stücke an sich schön sind, fehlt mir persönlich in der Gesamtheit der „rote Faden“. Man wird von einer Sprache und von einer Gefühlslage in die nächste geworfen.

Was wir gut gefällt, sind Stil und Inhalt der Texte. Die vier Damen sprechen von Freundschaft, ihrem Glauben zu Gott und Lebenslügen, denen sie aufgesessen sind. Das wirkt authentisch und geht ans Herz. Die Stücke sind größtenteils von Sharona selbst geschrieben, aber auch von anderen Musikern, teilweise dann von Sharona ins Deutsche übersetzt worden.

Aber ganz ehrlich: Es ist eine CD von Frau zu Frau. Sollte ich Prognosen abgeben, würde ich sagen, dass 90% der Käufer dieser Scheibe Frauen sind.

Fazit: Eine schöne Scheibe, die ich meiner Mutter ohne schlechtes Gewissen schenken würde, aber eben nicht meinem Freund.

Meine Favoriten: Alles klar (Nr.3), Breathe (Nr.8), Wunderschön (Nr.9), King of my heart (Nr. 11), Aus Liebe (Nr.13)

Hintergründe zur Produktion erfährt man unter: www.myspace.com//sharonamusik

Quelle: Sound7.de (06/03/08)
Autor: Jule Pfüller
www.sound7.de






Sharona Interview it DRAN

Die Damen sind zurück. Aber nicht als Trio, sondern als Quartett. Und haben uns verraten, was gleich bleibt, anders wird und warum ein Familienprojekt gut ist

DRAN: Sharona hatte jetzt vier Jahre Pause. Wie kam es zum Comeback in diesem Jahr?

Tina: Es waren einfach viele kleine Situationen, in denen wir merkten: Es ist wieder dran! Da waren zum Beispiel die Aufnahmen zu Saras Album „Overflowing“, an dem wir mitgearbeitet haben. Dann kam eine Email einer Gemeinde, die gerne ein Sharona-Konzert machen wollten. Daraufhin haben wir alle sofort zugesagt und so kam ein Stein nach dem anderen ins Rollen.

Sara: Es war auch wichtig, dass wir diese Pause hatten. So konnte sich jeder Einzelne von uns unabhängig voneinander entwickeln. Tina ist zum Beispiel in die Schweiz gezogen, hat dort geheiratet und viel in ihrer Gemeinde erlebt. Lisa hat in der Zeit Theologie studiert und ich war zwei Jahre in Australien am Hillsong-College. Jetzt ist es schön zu sehen, wie die Fäden wieder zusammenlaufen.


DRAN: Jana, wie kam es dazu, dass du bei Sharona mit eingestiegen bist?

Jana: Meine Schwester und meine Cousine hatten das schon eine Zeit lang auf dem Herzen. Ich habe in der Zwischenzeit musikalisch viel gemacht und mich weiterentwickelt. Und als sie mich dann gefragt haben, brauchte ich nicht lange überlegen.


DRAN: Dieses Album enthält mehr deutsche Songs als das vorige. Habt ihr euch bewusst vorgenommen, diese CD anders zu machen?

Sara: Wir haben die Lieder genommen, die wir im Alltag schreiben und die aus unseren Herzen kommen. Aber es war schon interessant, dass man dann erkennen konnte, wie sich ein roter Faden durch die Lieder zieht. In den Songs geht es viel um Wert und Identität. Vom Sound her ist dieses Album akustischer als die Früheren. Die Band ist zusammen live eingespielt, es gibt viele akustische Instrumente und sehr schöne Arrangements. Uns war außerdem sehr wichtig, dass es im Gegensatz zum letzen Album nicht so viele Solo-Songs gibt, sondern dass der mehrstimmige Sharona Sound gut zur Geltung kommt.


DRAN: Ihr habt angesprochen, dass viele Songs auf dem Album eine ähnliche Thematik haben.

Tina: In den Songs geht es viel um Ermutigung für Frauen. Viele kennen das von sich selbst, dass sie sich nicht schön finden oder Minderwertigkeitsgefühle haben. Unsere Lieder sollen zeigen, dass das eine Lüge ist. Gott ist unser Schöpfer und er liebt uns. Wir müssen uns nicht verstellen.


DRAN: Wie kommt euer Glaube bei den Konzerten ins Spiel?

Tina: Wir haben alle ein riesen Herz für Gott, für die Musik und für Menschen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Gott dieses Bedürfnis, Musik an Menschen weiterzugeben, in mich hineingelegt hat. Es ist schön, zu wissen, dass es sein kann, dass im Publikum jemand ist, den der Song in dem Moment total berührt. Manchmal spricht Gott direkt zu uns und sagt: 'Heute kommen Leute, die habe ich hierhin geschickt und die sollen etwas durch euch lernen.


DRAN: Nehmt ihr durch eure unterschiedlichen Charaktere verschiedene Rollen in der Band ein?

Tina: Also Sara ist wie das Spice Girl auf der Seite ganz links (alle lachen).

Sara: Die Aufgabenverteilung ist schon relativ klar. Tina ist die Band-Leaderin, die viel im Bereich Kommunikation untereinander, dem Verlag und dem Team plant. Sie hat immer einen guten Überblick. Lisa spielt super Klavier und ist fit in der Harmonisierung unserer Stimmen. Sie macht auch viele Arrangements und bringt immer viele Ideen mit ein.

Tina: Sara ist sehr perfektionistisch, im positiven Sinne. Gerade bei den kreativen Dingen. Denn da, wo wir jetzt sind, wollen wir ja nicht immer bleiben, es muss weitergehen. In dem Punkt ist Sara unser Zugpferd.

Jana: Ich bin auf jedenfall lustig (lacht). Ansonsten wird sich noch zeigen, wie genau meine Rolle aussieht.

Sara: Wir haben Jana reingenommen, weil sie eine tolle Stimme hat, mit der sie uns bereichern wird. Es ist super, wenn man dreistimmige Sätze singen kann und trotzdem noch jemand die Melodie singt.

Tina: Mit Jana kann man immer gut herumblödeln, aber sie ist auch sehr tiefgründig, was in ihren Liedern zum Ausdruck kommt.

Sara: Und als Kosmetikerin hat sie gelernt zu schminken und zu massieren (alle lachen).


DRAN: Ihr seid alle miteinander verwandt. Das nervt doch bestimmt auch mal. Wie geht ihr mit Kritik untereinander um oder ist das kein Thema?

Tina: Ich bin eher introvertiert. Manchmal ist es dann auch schwierig, Konflikte auszutragen, weil man eigentlich reden müsste. Aber eigentlich will man auch keinen Unfrieden stiften, nur weil einem etwas nicht passt. Da versuchen wir dann gemeinsam dranzugehen. Manchmal muss man gerade in einer Familie wieder neu lernen, respektvoll miteinander umzugehen. Und wir kriegen das auch ganz gut hin.

Sara: Wir sind bereit, an unserer Beziehung zu arbeiten. Denn grundsätzlich lieben wir uns alle und das macht es einfacher, Dinge anzusprechen. Es ist schön zu sehen, dass bei Sharona vier erwachsene Frauen sind, an denen man sich schleifen kann, die aber auch mal Paroli bieten.


DRAN: Vielen Dank!

Quelle: DRAN (03/2008)
Autor: Michaela Warnke und Brende Berning
www.dran.de






Wieder "Hand in Hand"

Ab heute steht ihr Comeback-Album in den Läden: Können die »Sharonas« an die Erfolge ihrer ersten beiden Alben anknüpfen? Was steht hinter dem Comeback? Was hat sich verändert? Teens-Mag -pardon- SOUND7.DE-Autor »Rainer Buck« befragte die Band.

Mit »Sharona« hatte ich bis vor kurzem in erster Linie den Nummer-1-Hit der Gruppe The Knack aus dem Jahr 1979 assoziiert. Das lag allerdings an meiner Verschnarchtheit in Sachen christlicher Popmusik, denn der Erfolg der 1999 gegründeten Mädchenband hätte sich durchaus bis zu mir herumsprechen können, waren ihre gerade im Doppelpack neu aufgelegten ersten beiden Alben doch wirkliche Bestseller in der christlichen Szene.

Bei der Gründung trugen die beiden Sängerinnen Tina und Lisa noch den bekannten Namen Rink, ihre Kusine Sara Lorenz war die Dritte im Bunde. Fürs Comeback hat man sich noch mit Jana Rink verstärkt.

Hier meine Fragen und die Antworten des Quartetts:


Von »Sharona«-Plakaten und PR-Fotos lächeln uns immer sehr freundliche und adrette Gesichter entgegen: Mal christ-polizeilich völlig unkorrekt gefragt und um einem hübschen T-Shirt-Spruch Referenz zu zollen: seid ihr eher gute Mädchen, die in den Himmel kommen oder böse, die überall hin kommen?

Tina: Wir sind einfach Wir selbst. Wir versuchen nicht ein Image darzustellen wie z.B. »The Beatles«, »the Good Boys« und »Rolling Stones« »the Bad Boys«. Wenn ich wählen müsste, würde ich uns allerdings eher als die guten Mädchen bezeichnen, die versuchen Licht in diese Welt zu bringen, indem wir mit guten Werten in unseren Songtexten Menschen ermutigen wollen. Wir gehen grundsätzlich erst Mal vom Guten aus, glauben, dass die Welt von einem guten Gott geschaffen worden ist, der uns Menschen liebt.

Ist es überhaupt okay, euch als Mädchen-Band zu titulieren? Was für ein Publikum versammelt sich denn hauptsächlich bei euren Konzerten?

Sara: Erstmal – ich finde »lady« hört sich viel besser an als »Mädchen«! Es ist schon interessant wie gemischt unser Publikum ist. Ich glaube der Großteil sind schon Frauen, aber es kommen auch viele Männer und das Alter reicht von zehn bis 90! Es sind halt die, die mehrstimmigen Gesang, gefühlvolle kreative akustische Popmusik mögen, gerne mal über tiefere Dinge nachdenken, aber auch abgehen können! Thematisch sprechen unsere Lieder aber am ehesten die an, die in ähnlichen Situationen wie wir sind und das sind die Teenies und jungen Frauen.

Bevor wir ins Thema Musik einsteigen. Wie sieht euer Alltags-Leben abseits von »Sharona« gerade aus?

Lisa: Tja, das müsste eigentlich jede von uns persönlich erzählen. Um nur ein paar Sachen zu nennen: Tina, Jana und Sara geben Gesangsunterricht, ich arbeite neben »Sharona« in einer Kirche in Frankfurt mit. Wir sind alle Fans von Kirche und engagieren uns dort stark. Sara studiert auch noch Teilzeit. Dazu sind wir glücklich verheiratet, verlobt, befreundet. Wir essen, schlafen, sitzen am Computer, trinken Kaffee, treffen Freunde und hören/machen viel Musik.

Mit Jana hat eure Gruppe Zuwachs erhalten. War das eine ziemlich spontane Geschichte, denn für Tourneen seid ihr noch als Trio angekündigt? Oder ist das die Option für einen fliegenden Wechsel, wenn eine von euch beruflich oder familiär mal verhindert sein sollte?

Tina: Jana, ist keine Ersatzsängerin. Der Grund warum sie so spontan mit in unsre Band gekommen ist war, dass wir plötzlich dachten: »Warum macht Jana eigentlich nicht mit?« Von Klein auf stand sie mit uns auf der Bühne und wir wussten, wenn sie jetzt nicht, wo wir wieder neu starten dazu kommt, dann nie. Ich denke der Grund warum sie nicht von Anfang an mit dabei war, war eher Alters bedingt. Als wir »Sharona« gegründet haben, war Jana noch ein Küken, gerade mal zehn Jahre alt. Da sind wir nicht auf die Idee gekommen Sie mit einzuspannen. Außerdem ist es super zu viert zu singen. Da können dreistimmige Sätze gesungen werden und der Solist ist freier für Ad-libs.

Jana: Ich bin sehr froh mit meinen Schwestern und meiner Kusine zusammen Musik machen zu dürfen! Wir standen ja früher auch schon oft zusammen auf der Bühne, deshalb würde ich noch nicht mal sagen, dass das absolut neu für mich ist. Ich war wirklich, wie Tina gesagt hat, noch recht jung als das mit Sharona angefangen hat und hatte noch andere Interessen. Jetzt bin ich wirklich sehr froh, die Vierte im Bunde zu sein und bin gespannt, was die Zukunft bringt!

Hat man euch die Gelegenheit, als »Sharona« eine Platte zu produzieren aufgrund eurer früheren Erfolge auf dem Silbertablett kredenzt oder kam der Anstoß fürs neue Album aus eurer eigenen Mitte?

Lisa: Sagen wir so: Wir wollten gerne wieder loslegen und hatten sehr viel neues, gutes Liedmaterial, das sich während der Pause »angestaut« hatte. Und da hat sich der Gedanke natürlich aufgedrängt, eine neue CD aufzunehmen, allein schon, damit die Leute unsere neuen Songs nach Konzerten mit nach Hause nehmen können. Wir sind unserem Verlag sehr dankbar, dass sie ihr Vertrauen weiterhin in uns gesetzt haben und uns so super bei allem unterstützen.

Sara, Du hast erst kürzlich ein engagiertes und sehr persönliches Solo-Album veröffentlicht. Empfindest Du da ein »Sharona«-Album nicht als einen Schritt zurück? Behält man bei einem Bandprojekt vielleicht Songs in der Schublade, weil sie zu individualistisch wären?

Sara: Die Lieder, die auf meiner Soloalbum zu hören sind, liegen mir immer noch sehr am Herzen und ich bin froh, dass sie »raus« durften und jetzt (hoffentlich) auch andere Menschen berühren! Von den Reaktionen, die ich bekomme, passiert das auch – Gott sei Dank!
Aber ich freue mich auch sehr, jetzt wieder mit meinen Kusinen-Freundinnen unterwegs sein zu können! Sie bereichern mein Leben und auch meine Kreativität extrem und haben viele Gaben, die ich nicht so habe. Gemeinsam wird Vieles leichter, spannender und macht viel mehr Spaß! Und damit habe ich auf jeden Fall sehr viel gewonnen!

Habt ihr so etwas wie eine gemeinsame Vision, was ihr als »Sharona« über Platte und Konzerte der Welt mitteilen wollt?

Tina: Mir hat mal ein guter Freund gesagt »das Leben ist zu kurz, um schlechte Musik zumachen.« Das ist sicher eine unserer Visionen, aber »Sharona« steht auch für vier Frauen, die mit ihren Liedern aus Ihrem Leben erzählen und damit Menschen ermutigen wollen.

Unser neues Songmaterial setzt sich vor allem mit dem Thema Beziehungen auseinander - unsere Beziehung zu Gott, zu unserem Partner, unseren Freunden und uns selbst. Daher auch der Titel: »Hand in Hand«!

Gibt es über die musikalische Richtung unter euch manchmal auch ein wenig Zoff, oder habt ihr daheim alle die gleichen Lieblings-CDs im Regal stehen?

Lisa: Ich bin oft erstaunt, wie sehr wir vier in dieser Hinsicht auf einer Wellenlänge sind. Natürlich bringt jede ihren eigenen Musikstil rein, aber das ist eher bereichernd und macht letztendlich auch die Vielfalt in unserer Musik aus. Wir sind da als »Sharona« auch nicht total festgelegt, indem wir sagen: Wir singen nur diesen Stil. Sondern wir finden es spannend, auch mal was Neues auszuprobieren. Und wenn man zu viert ist, hat man dazu auch viele Möglichkeiten.

Was ist auf der neuen Platte verglichen mit euren früheren Erfolgsalben gleich geblieben, was hat sich verändert?

Sara: Das neuste »Sharona« Album ist akustischer als die anderen. Eine geniale Live Band hat wieder alles gemeinsam und mit unglaublich viel Herzblut und Feingespür eingespielt! Was uns außerdem wichtig war, ist, dass der typische mehrstimmige »»Sharona«-Sound« stark herauskommt und nicht so viele Solosongs gesungen werden. Jana bringt natürlich auch noch mal eine ganz besondere Farbe mit. Aber ansonsten sollte sich der Hörer wohl eher selbst ein Bild machen! Ich sag nur: Es lohnt sich!

Könnt Ihr ein paar Stücke vom neuen Album herausgreifen, die so etwas wie persönliche Herzensfavoriten sind?

Tina: Den Titelsong »Hand in Hand« habe ich geschrieben, als wir gerade überlegt haben, wie die Zukunft von »Sharona« aussehen soll. Es war für uns eine wichtige und schwerwiegende Entscheidung, denn wir wussten, dass es nicht nur easy werden würde. Aber schließlich haben wir uns dafür entschieden, wieder eng zusammen zu arbeiten – »Hand in Hand« – und gemeinsam für die Wahrheit aufzustehen und die Liebe Gottes durch unsere Musik zu anderen Menschen zu tragen. Außerdem bringt dieser Song zum Ausdruck, woran wir zutiefst glauben: dass wir Menschen dazu geschaffen sind, uns gegenseitig zu lieben, hochzuhalten, zu dienen und zum Aufblühen zu ermutigen!

Lisa: Für mich ist »Turning around« ein besonders wichtiges Lied. Es spricht von den Tagen, in denen ich merke, dass meine Gedanken permanent nur um mich selbst kreisen: Wie kann ich die Menschen um mich herum beeindrucken, wie kann ich das Leben richtig auskosten, meine Sehnsüchte ausleben? Es geht immer nur um mich. Und eigentlich ist diese Einstellung auf Dauer sehr anstrengend.

Ich habe das Lied geschrieben mit dem Wunsch, diesem Kreislauf zu entkommen und mich wieder auf Gottes Sicht der Dinge einzulassen. Denn er weiß genau, was gut für mich ist. Ich habe gelernt, dass Lebensqualität nicht davon abhängt, dass ich mich gerade selbst verwirkliche, sondern dass ich Gottes Plan für mich auslebe, was zum Beispiel auch beinhalten kann, dass ich mich mal zurücknehme und für andere da bin. Das kann manchmal Überwindung kosten, lohnt sich aber immer.

Jana: Den Song »Lebenslügen« hat Gott in einer Krisenzeit meines Lebens in mich hinein gelegt. Mir ist deutlich geworden, dass jeder Mensch wunderschön und einzigartig ist und wir Lebenslügen, die sich im Herzen eines jeden im Laufe des Lebens festsetzen, verbannen sollen und dagegen ankämpfen müssen, weil sie nicht stimmen und uns nur kleinmachen wollen. Ich möchte mit diesem Lied jede Frau, aber auch jeden Mann auffordern und ermutigen, den Schleier wegzunehmen und an die Schönheit, die Gott in uns hineingelegt hat, zu glauben und vor allem, sie zu zeigen! Wir dürfen uns nicht verstecken!

Sara: In eine ähnliche Richtung geht auch das Lied »Wunderschön«, das eine deutsche Version des Schmuckstücks von Ginny Owens »Call me Beautiful« ist, und dass die Band so wunderschön arrangiert hat. Uns »Sharonas« liegt es sehr am Herzen, zu ermutigen sich selbst und die Menschen um uns herum aus Gottes Augen zu sehen. Mir ist dabei aber auch das Lieb »Aus Liebe« sehr wichtig geworden, denn nur weil Jesus mich so unglaublich liebt, dass er ALLES gegeben hat, um mich zu gewinnen, kann ich mich selber annehmen und auch andere lieben!

Ach, und dann ist da noch »Breathe« und »Mein Herz erreicht« und »Wenn ich dich nicht hätte« und »This is love« uuuuuuund! Lauter Schmuckstücke! Also wir sind schon mal begeistert und hoffen sehr, dass die Lieder noch viele Menschen berühren werden!

Ladies, Ich danke euch für das Gespräch.

Quelle: Sound7.de [Story] 29.02.2008
Autor: Rainer Buck
www.sound7.de






Rezension über das Album "Hand in Hand"

Überübermorgen ist es so weit: die neue CD von "Sharona" steht in den Verkaufsregalen des gut bestückten christlichen Medienhandels. "Hand in Hand" heißt das dritte Werk, der 29.02.2008 ist das offizielle Veröffentlichungsdatum.

"Sharona" ist mit der CD dem Verlag treu geblieben, der auch die beiden ersten CDs veröffentlicht hat. Man spricht von über 20.000 verkauften Tonträgern, wie die Teile offiziell heißen. Logisch, dass man von dieser Seite aus an einer Fortsetzung des Erfolgskapitels interessiert ist. "Sharona" dürfte die neuzeitlichen Verkaufsziele des Verlages sicherlich "mit links" erreichen, und das ist gut so, denn der CCM-Szene tut die Musikverbreitung in der klassischen Form gut, sprich: wenn sich CDs gut verkaufen, freuen sich alle.

Aber das Interesse des Verlages an einer Fortsetzung der "Erfolgsgeschichte" ist nicht wirklich der Ansatz, mit dem man sich dieser CD nähern sollte. Alles würde zu kurz greifen, wenn die dritte CD, die in der Reihenfolge der Veröffentlichungen eines Interpreten die kritischste ist, nicht neue Wege und Perspektiven aufzeigen und neue Publikumskreise erschließen würde. Und genau das tut "Hand in Hand" in vielfacher Hinsicht. Wie man hört, war eine Fortsetzung des "Sharona"-Projektes eigentlich nicht geplant, hatten sich die Damen doch in alle Himmelsrichtungen verstreut. Aber irgendwann hatte eine der Damen einen Gig, und die anderen hatten Lust mitzumachen - und so ist alles wieder auf den Weg gekommen.

Besonders auffällig ist die personelle Erweiterung:
"Sharona" besteht nun aus 4 statt 3 Ladies. Die jüngste der 3 Rink-Töchter (Jana) hat sich der Formation angeschlossen und damit den Sound nicht nur ergänzt, sondern in besonderer Weise abgerundet. Schon lange kennt man das Phänomen familiär gleich klingender Stimmen. Spätestens seit "2nd Chapter of Acts" weiß man auch im CCM-Bereich, dass dieser - natürlich bedingte - homogene Vokalsound unvergleichlich und unübertreffbar ist. Ähnliches war auch in der deutschen Szene live und auf Vinyl zu hören, wie beispielsweise bei "theophiles" (2 Brüder) und "Damaris Joy" (2 Brüderpaare).

"Sharona" tut die dritte schwesterliche Stimme extrem gut.
Selten hat man in der letzten Zeit so wirklich schöne, perfekt aufeinander abgestimmte und ausgereifte Stimmen gehört! Davon lebt die neue CD, die sich im Vergleich mit ihren Vorgängern allein schon deshalb nach oben absetzt. Musikalisch hat sich eigentlich nicht viel geändert. "Modern" ist das Songmaterial musikalisch nicht unbedingt, eher "zeitlos". Das ist ein Kompliment, keine Kritik! "Hand in Hand" bietet durchweg gute Songs, geschmackvoll arrangiert und eingespielt von allen Beteiligten (Ebi Rink als Produzent und Pianist, Sharona, Dirk Benner, Alexander Rink und den Musikern).

An den Instrumenten finden sich "alte Bekannte" wie Ralf Gustke (drums & percussion), Klaus Bittner und Lothar Kosse (guitars), Marc Ebermann (bass), Hanjo Gäbler (Hammond B3) und Ingo Beckmann (percussion). Das ist aber beileibe nicht alles. Zu hören sind auch Instrumente wie Banjo, Dobro, 12-string guitar, Mandoline, Tin- und Low-Whistle, Udu, Violinen, Viola, Kontrabass, Trompete und Akkordeon nebst den dazu gehörigen weiteren Musikanten. Die "geschüttelten Weihnachtsnüsse" konnte ich im Soundbild leider nicht exakt ausfindig machen, also lasse ich sie in der Auflistung weg... ;-)

Eine exklusive Erwähnung verdient der echte Flügel im Studio, den sich "Ebi" extra hat einfliegen (ins Studio transportieren) lassen. Das Falksche Vorbild war wohl inspirierend... ;-) Der Sharona-CD hat diese Gedankenanregung zweifellos gut getan. Endlich "lebt" der Klaviersound, die instrumententypische Dynamik verleiht den Songs das letzte "i"-Tüpfelchen und das Sahnehäubchen auf dem sowieso schon ziemlich schmackhaften Speise-Eis. So schön das alles ist mit den neuzeitlichen Digital-Pianos und Computer-Plug-Ins: Man kann das alles wegschmeißen, wenn man einen echten Flügel hört, der von jemandem gespielt wird, der sich an diesem Instrument meisterhaft auszudrücken weiß!

Die Auflistung der Instrumente deutet auf eine große Vielfalt hin in Sachen Arrangement. Viele der Songs haben einen "unplugged"-, manche auch einen leichten Ethno-Touch.
Völlig aus dem Rahmen fällt ein Song bzw. Instrumentalstück, das Bruder und Cousin Alexander Rink dem Werk beigesteuert hat. "Wie sie tanzt" heißt der Track, der eigentlich gar nichts mit "Sharona" zu tun hat. Singen tut auf diesem Track keine(r), und ob die Damen des Tanzens mächtig sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Man muss das Ganze sicherlich im Gesamtzusammenhang betrachten. Der Alexander (genannt "Ali") ist Sharona-Bruder und Sharona-Cousin, und er ist Multi-Instrumentalist, der auf mehreren Tracks seine erste professionelle Visitenkarte abgegeben hat - vielleicht als dezenter Hinweis auf zukünftige potenzielle Erweiterungen des Familien-Projektes "Sharona" in Richtung "Rink Family einmal anders". Man muss ja langfristig denken... ;-)

13 Tracks bietet die CD; 1 Track ist instrumental, 5 sind in englischer, 6 in deutscher Sprache geschrieben. Eine gute Mischung, kauft das musikinteressierte fromme Volk bekanntlich am liebsten und am meisten deutschsprachige Produktionen. Von den 12 gesungenen Songs stammen 3 aus fremder Feder, wobei eine "Feder" von gar nicht so weit stammt: Ute Rink, die Mutter fast aller Sharoninnen, hat 2 Songs beigesteuert. Auch damit wird "Hand in Hand" sozusagen zu einem 2-Generationen-Werk (Ebi ist ja nicht nur Produzent und Flügel-Maestro, sondern auch amtlich eingetragener Onkel...). Für mich gehören die beiden Ute Rink-Songs zu den Highlights der CD. Man merkt, dass es da jemand versteht, mit Worten und Melodien umzugehen und seine Lebenserfahrung auf den Punkt zu bringen. Das bringt einen Tiefgang, der den Formulierungen junger Menschen notwendigerweise fehlen muss, selbst wenn in den Begleittexten zur CD viel von Reife der jungen Damen die Rede ist und das Thema ("we're getting older"...) in vielen der Songs aufgegriffen wird.

Ich meine damit die Relativität aller Dinge. Bekanntlich fängt man erst mit 25 Jahren an, Musik mit Bodenhaftung zu machen. Dass die Sharoninnen sich nun in dieser Altersregion bewegen, das spürt man den Songs und ihren Texten in der Tat ab. Gelegentlich wird man zwar noch an frühere Texte erinnert, deren Substanz sicherlich nicht weit über ihre Zeit hinaus ragte, auch "Germish" lässt sich an einigen Stellen der englischsprachigen Texte entdecken. Man denkt deutsch, schreibt aber in englisch. Trotzdem: "Hand in Hand" bietet durchweg Songs, die man sich inhaltlich extrem gut "reinziehen" kann, d.h. die etwas zu sagen haben. Mein persönliches Highlight der CD unter den selbstkomponierten Songs von "Sharona" ist der Song "Wunderschön" aus der Feder von Sara Lorenz, logischerweise auch von ihr gesungen. Der Song ist textlich/literarisch ausgereift und eigenständig, in der Idee faszinierend, die Ausführung im Solo- und im Backgroundgesang hat "Gänsehauteffekt" und die musikalische Inszenierung ist feinfühlig und auf den Song maßgeschneidert. Genau so soll es sein.

Aber - wen wundert's? - auch die anderen Songs lassen jede Menge Qualitäten entdecken. Die Rezensenten werden sicherlich noch einiges zu den Songs schreiben und letztlich ist es eh entscheidender, wie die Songs bei den Zuhörern ankommen. Ich klemme mir hier also weitere Ausführungen und konzentriere mich auf Dinge, die in Rezensionen eher weniger vorkommen werden. Interessant ist beispielsweise noch der Aspekt, wie sich der neue Sound bzw. die neue Aufgabenteilung der 4 Stimmen gestaltet.

Die schöne, klare und tragende Pop-Stimme im Klangbild gehört zu Lisa, die souveräne, ausdrucksstarke und wandlungsfähige Solo-Stimme ("Aber ich", "Breathe") zu Tina, und Sara erweist sich in allen ihren drei Songs als tolle Songpoetin mit "Edge" und Gefühl in der Stimme. Zu diesem sowieso schon extrem "schlagkräftigen" Trio kommt nun Jana, die sich einerseits jung & frech präsentiert mit dem Song "Lebenslange Lebenslügen", andererseits mit der souveränen Interpretation des Songs "Trust me/This is love" dezent unter die Riege der international bekannten Sängerinnen mischt...

Wie unterschiedlich und wie ähnlich die Stimmen sein können, das demonstrieren Sara und Tina im Song "Mein Herz erreicht", dessen erste Strophe von Sara interpretiert wird.
Tina übernimmt die zweite Strophe und den Rest, wobei Sara die zweite Stimme ergänzt bzw. die ad libs singt. Hier hat man wohl schon an die Live-Konzerte gedacht und an Abwechslungen, die geeignet sind, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu finden. Gewiss, jede der jungen Damen ist in der Lage, Songs ganz alleine zu interpretieren und Solo-Konzerte zu geben, aber der Reiz von "Sharona" liegt darin, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, in dem sich die Akteure "die Bälle zuspielen" und so das enorme gemeinsame Potenzial bündeln und entwickeln. In einer Gruppe ist Zusammenarbeit bekanntlich nie einfach (und unter Damen sollen ja immer auch besondere Spielregeln gelten...), aber hier kommen Familienbande als tragfähige Kommunikations- und Verbindungsebenen ins Spiel, so dass das Gesamtfazit in der Betrachtung der neuen CD nur positiv sein kann: Hier zeigt sich Substanz, Qualität und Perspektive. Man kann "Sharona" nur allerbeste Resonanz wünschen - oder anders gesagt: Wenn DAS nicht bei den Leuten ankommt, dann sollte die Szene die Lichter ausmachen!

So weit die Betrachtungen in Sachen neue "Sharona"-CD. "Hand in Hand" (der Song ist übrigens englischsprachig...) ist neu und gut und dringend erforderlich. Und zu kaufen. Ab überübermorgen im gut sortierten christlichen Medienhandel oder online im Rink-Shop oder beim Verlag. Man sollte sich das neue Sharona-Werk nicht nur der Vollständigkeit halber ins CD-Regal stellen. Man kann und man sollte sich die Songs ausgiebig gönnen! Hier wird "zeitgenössische christliche Musik" gemacht, wie sie besser nicht sein kann. Kein Praise- & Worship- oder Gospel-uniformes Liedmaterial, sondern "handgestrickte", selbst komponierte und lebensnahe Songs, die viele Anbindungen in Zeit und Umfeld entdecken lassen.

Und: die frommen Inhalte werden nicht "verschwiegen", sondern in liebenswerter, authentischer und zugänglicher Weise transportiert. So soll es sein, und das macht Geschmack auf mehr. Ich hätte nichts gegen eine neue Sharona-CD pro Jahr einzuwenden, wenn sie jedes Mal ein Stück reifer und wertvoller wird... ;-)

Sharona wird wieder live in der Gegend zu erleben sein am 11. April in Neunkirchen und am 13. April in Gummersbach. Diese Gelegenheiten sollte man nicht verpassen. Die neue CD legt den Verdacht nahe, dass die Konzerte ebenso erstklassig und erinnernswert sein werden.

Quelle: GospelNetwork-Newsletter 26.02.2008
Autor: Hans-Martin Wahler
www.wahlerstudios.de






Sharona im Interview mit Gerth Medien

GM: „Sharona“ - das steht bereits seit einigen Jahren für ein erfolgreiches Bandkonzept und traumhafte Popmusik. Eure Alben "So Glad" und "Open My Eyes" wurden zusammengerechnet mehr als 23.000 mal verkauft. Habt ihr mit einem solchen Erfolg gerechnet?

Sharona: Mit so viel Erfolg hatten wir nicht wirklich gerechnet. Wir sind als Teenies damals ziemlich naiv an die Sache herangegangen, hatten halt großen Spaß daran, zusammen Musik zu machen und über das zu singen, was uns auf dem Herzen brannte. Aber diese Einfachheit war wohl genau das, was die Menschen berührte.

Zudem war da von Anfang an das Ziel, Menschen mit unseren Liedern zu ermutigen. Ein Herz für Menschen, für „Groß und Klein“ wurde uns schon durch die vielen Kinderkonzerte, die wir als Familie gegeben haben, in die Wiege gelegt.

GM: Gab es einen konkreten Anlass dafür, nach knapp 4-jähriger Bandpause wieder gemeinsam Musik zu machen?

Sharona: Wir alle brauchten diese Pause, um uns unabhängig voneinander weiterentwickeln zu können. Dennoch sind wir total gute Freundinnen geblieben. Als wir dann für Saras Soloalbum „Overflowing“ gemeinsam die Backings aufgenommen haben, hat es in uns schon wieder zu kribbeln begonnen … Dazu kamen ein Konzert in Bergneustadt wo wir als „Sharona“ zusammen gespielt haben, aber auch viele Mails und Briefe, in denen uns Fans ermutigt haben weiterzumachen.

GM: Habt ihr so etwas wie eine Band-Vision?

Sharona: Wir haben klare Ziele für unsere Band und lieben es, zu träumen und unsere Wünsche und Ideen für „Sharona“ auszutauschen. Da ist sehr viel, was „von oben“ in uns hineingelegt wurde und was wir nutzen wollen, einfach, um Gott damit eine Freude zu machen und andere Menschen auf ihn hinzuweisen! Wir möchte eine Erfrischung und Ermutigung sein und Herzen berühren. Mit der neuen CD „Hand in Hand“ ist es uns ganz besonderes Anliegen, Menschen jeden Alters in ihrem Wert und in ihrer Einzigartigkeit zu ermutigen, ganz speziell auch Frauen, da wir selbst welche sind und wissen, was in einem Frauenkopf vor sich geht ...

GM: Ihr seid ja auch alle irgendwie miteinander verwandt und kennt euch schon ganz lange. Wie ist das, in einer solchen besonderen Konstellation Musik zu machen?

Sharona: Wir kennen uns von klein auf und deshalb ist ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zueinander da. Wir haben alle einen ähnlichen Humor und lachen unglaublich viel, wenn wir zusammen sind. Mit dem gleichen Blut in den Venen versteht man sich irgendwie auch noch auf einer anderen Ebene. Gemeinsam Musik zu machen ist Abenteuer und Privileg zugleich. Wir können über alles reden, albern herum, wissen aber dann auch im richtigen Moment, wann wir diszipliniert und professionell sein müssen. Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte treten eher in Extremsituationen auf, wenn wichtige Entscheidungen zu treffen sind oder wir müde oder angespannt sind. Da ist es immer wieder neu eine Herausforderung, auf eine gute Art und Weise damit umzugehen. Gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Einfühlungsvermögen sind da sehr wichtig.

GM: Wenn ihr es bestimmen könntet: Was wäre die eine Sache, die ihr euch wünschen würdet, die jeder Zuschauer aus einem eurer Livekonzerte mit nach Hause nimmt?

Sharona: Wir wünschen uns, dass jeder, der unsere Songs hört, tiefer versteht, dass es einen Schöpfer gibt, der einen GUTEN Plan mit jedem Menschen hat, dass Gott sie wunderbar gemacht hat und dass es sich lohnt, sein Design anzunehmen und frei von Scham und Angst zu leben, wofür wir geschaffen wurden. Wenn sich diese Botschaft im Herzen von nur einem Menschen festsetzen würde, hätten sich das Album und alle Konzerte gelohnt! Apropos nach Hause nehmen: Natürlich wäre es auch schön, wenn jeder Besucher eine „Sharona“ CD, oder am besten zwei - für zu Hause mitnehmen, damit unsere Lieder zu Ohrwürmern werden. ;-)

GM: In euren neuen Songs geht es viel um Bestätigung, Ermutigung und positive Sichtweisen. Warum ist euch diese Botschaft so wichtig?

Sharona: Jeder Mensch braucht Ermutigung. Es gibt im Leben so viele Herausforderungen, die nicht leicht zu bewältigen sind: So oft versuchen wir einander zu gefallen, uns gegenseitig zu toppen, dem undefinierbaren Anspruch an den perfekten Menschen zu genügen … Dabei verdrehen wir uns, wollen jemand anders sein, werden egozentrisch und krampfen uns ab … Für uns alle ist dieses Thema sehr wichtig und wir sehnen uns danach, dass wir als die Frauen durch´s Leben gehen, die Gott geschaffen hat, und dass wir aus freiem Herzen seinen Plan erfüllen können. Wir möchten, dass unsere Zuhörer die Lieder hören und sich verstanden fühlen. Sie sollen merken, dass sie nicht alleine sind mit ihren Problemen oder Gefühlen, dass es andere gibt, die auch so fühlen.

GM: Was unterscheidet das neue Album von den Vorgängeralben?

Sharona: Bei „Hand in Hand“ haben wir eine Sängerin mehr im Boot, nämlich unsere Schwester bzw. Kusine Jana. Außerdem finden sich überwiegend Deutschsprachige Songs im Repertoire. Ansonsten haben wir unsere Alben immer als Momentaufnahmen verstanden.

Bei den letzten Platten waren „wir Teenies und junge Erwachsene“ und jetzt sind wir „gereift“… Das hoffen wir wenigstens“ … ;-) Was genau das Album für die Hörer bedeuten wird, müssen sie wohl selber erspüren … Für uns sind es jedenfalls wichtige und wunderschöne Songs, die direkt aus unserem Herzen kommen.

Quelle: Gerth Medien vom 21.02.2008




"Sharona" begeisterte das Publikum in der Heimatstadt

mkj/12.9.2007-14:15) Von Michael Kleinjung
Bergneustadt - Das Comeback der Gruppe "Sharona" in der Wiedenester Bibelschule.

„Sharona“ ist wieder da! Mit viel Gefühl und ausgezeichneten Stimmen sangen sich die drei Theologiestudentinnen Tina Pantli, Lisa Kriegeskotte und Sara Lorenz mit ihrer Band in die Herzen der über 800 Zuhörer im großen Saal der Wiedenester Bibelschule. „Wir freuen uns wieder in der Heimat zu sein und wünschen euch ein wunderschönes Konzert“, begrüßte Lisa das heimische Publikum, kommt sie wie ihre Schwester Tina und Cousine Sara doch aus Bergneustadt. Als Kinder haben sie in der „Rink Familie“ gemeinsam Musik gemacht. Vor zehn Jahren gab das Trio dann als „Sharona“ sein erstes gemeinsames Konzert.

Nach Auslandsaufenthalten, Umzügen und Ausbildungen sind die drei Künstlerinnen musikalisch gereift und freuen sich nach vierjähriger Konzertpause, wieder gemeinsam Musik zu machen. Nach Auftritten in Berlin und Oldenburg am vergangenen Wochenende geht es auf ihrer Konzerttournee in den nächsten Tagen weiter nach Essen, Frankfurt und Biebertal.

Über 20.000 verkaufte Alben ihrer beiden CDs „Open My Eyes“ und „So Glad“ sprechen für sich: Die drei jungen Damen haben vor allem in der christlichen Musikwelt Eindruck gemacht. Für ihr Debüt-Album bekamen sie 2001 bereits den Promikon „Newcomer Award“. Zu hören waren Jazz, Gospel, Balladen und Pop-Rock, wobei Tina noch mit ihrem Geigenspiel faszinierte und für erfrischende Abwechslung sorgte. Zudem gab es Ausschnitte aus Lorenz’ aktueller Produktion „Overflowing“. Die Balladen „Frühling“ und „Heiler meines Herzens“ brannten sich dabei in die Seelen der Zuhörer.

Quelle: www.oberberg-online.de vom 12.09.2007
Autor: Michael Kleinjung






Es geht um die Veränderung des Herzens

Sara Lorenz im Interview von Johann Isaak (Sound7.de)

Die drei Frauen von »Sharona« haben gerade ihre Comeback-Tour nach vierjähriger Bühnenabstinenz (als Trio) hinter sich gebracht und arbeiten mit Hochdruck an ihrem dritten Studio-Album. Was sich geändert hat, warum sie immer noch auf Englisch singen und wie man ein weiches Herz bekommt, verriet »Sara Lorenz« im Gespräch mit SOUND7.DE.

Ihr habt vor einigen Wochen eine Comeback-Tour mit »Sharona« gemacht. Wie war es?

Das war cool. Hat echt Spaß gemacht. Wir haben uns super verstanden mit der Band, mit dem Team und auch die Veranstalter waren ganz toll. Vom Publikum kam gutes Feedback. Wir haben ja seit vier, fünf Jahren keine Konzerte gehabt. Da muss man sich natürlich erstmal finden. Aber es ging erstaunlich gut. Es war auch schön, dass wir nicht da angefangen haben, wo wir aufgehört haben, sondern uns weiterentwickelt haben, persönlich und im Musikalischen. Es war total schön mit den Mädels - das sind ja meine Freundinnen - zusammen mal wieder Musik zu machen.

Gibt es auch weitere Pläne? Nochmal ein Album aufzunehmen?

Genau, wir machen ein Album. Dafür sind wir gerade schwer am Ackern. Das kommt im März schon heraus. Es wird wieder bei Gerth Medien verlegt. Es wird ein sehr schönes Album, mit viel Deutsch drauf. Es wird wirklich was ganz Spezielles.

Ihr habt jetzt schon einige Jahre keine Konzerte mehr gegeben. Was hat sich seit damals verändert?

Damals waren wir einfach noch viel jünger. Wir waren Teenies, und da sagt man einfach mal: »Los, machen wir mal ein Konzertchen! Mal gucken, was dabei herauskommt.« Das war auch super. Jetzt sind wir erwachsener geworden. Man hat einen ganz anderen Stand im Leben, und auch einen ganz anderen Anspruch an die Musik und an uns selbst. Das ist natürlich total spannend, wie jetzt die verschiedenen Stile zusammenkommen. Es ist echt sehr schön. Persönlich haben wir uns viel verändert und eben auch durch die Ausbildung und Erfahrung. Das schlägt sich auch in der Musik nieder.

Ihr seid ja jetzt auch verstreut in ganz Deutschland und sogar darüber hinaus!

Genau, im Moment in Zürich, Berlin und Frankfurt.

Und wie kommt ihr dann zusammen zum Proben?

Wir sind meistens in Frankfurt. Das sind sechs Stunden von beiden Seiten. Oder wir treffen uns in Bergneustadt. Für die Tour haben wir über E-Mail und Telefon viel vorbereitet, haben uns in Zürich getroffen und haben dort einige Tage lang mit der Band geprobt. Die Band kam zum Großteil aus der Schweiz.

Wie würdest du euer persönliches Verhältnis untereinander beschreiben? Ihr seid ja jetzt an ganz unterschiedlichen Orten. Trefft ihr euch oft, telefoniert ihr oft?

In der Zeit, als wir keine Konzerte gegeben haben, haben wir uns schon ab und zu gesehen und ab und zu telefoniert. Aber nicht so oft, weil man auch mit unterschiedlichen Leuten zu tun hat. Tina und Lisa haben geheiratet. Man entwickelt sich so weiter. Aber wir sind trotzdem immer noch total gute Freundinnen. Wir sind halt extrem unterschiedlich. Als Kind oder als Teenie fällt das nicht so auf, aber wir sind schon sehr unterschiedliche Frauen. Das ist aber cool. Denn wir merken jetzt, dass wir uns total ergänzen, dass jeder so auch seinen Bereich in der Band hat.

Bei Sharona sind die Songtexte mal in Englisch, mal in Deutsch, bei deinem Album ist das genauso. Hat das einen bestimmten Grund?

Es ist ja gerade »in« deutsche Texte zu schreiben und ich finde das auch total wichtig. Aber ich muss sagen, mir fällt vieles leichter, auf Englisch zu schreiben. Als wir angefangen haben, war alles auf Englisch, und deshalb habe ich mir das so angewöhnt. Und viele Prozesse in Australien waren auch auf Englisch, Ich bin in eine englische Schule und in eine englische Gemeinde gegangen.

Aber ich bemühe mich schon, immer auf deutsch zu schreiben, weil das die Sprache ist, in der ich bete, und auch die Sprache, mit der ich die Leute erreichen will.
Als ich damit angefangen habe, waren alle Lieder auf Englisch. Deutsche Lieder waren total »out«. Dann muss mal erstmal lernen. Aber ich finde auch englische Songs total schön. Manche Sachen kann man besser auf Englisch sagen. Ich finde, jede Sprache hat auch einen ganz eigenen Charme. Und dann möchte ich das Eine nicht durch das Andere eintauschen, nur weil alle jetzt sagen, man muss Deutsch schreiben. Wer schreibt das denn vor? Es gibt auch Songs, die mich nur auf Englisch berühren und manche Songs sind auf deutsch genau das, was ich gerade hören muss. Ich glaube, für uns bei »Sharona« oder für mich ist das so: Wir leben unser Leben und schreiben darüber Songs, weil wir Musiker sind. Die Songs kommen dann so oder so heraus.

Du warst einige Jahre in Australien. Wie würdest du Australien und Deutschland vergleichen in Bezug auf christliche Musikszene und Gemeindelandschaft!

Also die christliche Musikszene dort kenne ich nicht wirklich gut. Aber die »Hillsong«-DVDs sind zum Beispiel grundsätzlich in Australien in den Charts auf Platz eins. Das ist sehr cool. Und die Leute kennen das auch. Na gut, nicht alle, unsere Nachbarn kannten das z. B. nicht, obwohl die nur zehn Minuten von der Kirche entfernt wohnten. »Hillsong« ist dort präsent. Und sonst gibt es noch einige christliche Bands, die dort erfolgreich sind.
Von den Gemeinden kenne ich eigentlich nur die »Hillsong«-Gemeinde. Was ich dort als sehr positiv empfunden habe, ist, dass sie ein sehr gesundes Verhältnis zur Leitung haben. Die Leute lassen sich gerne leiten und es gibt auch Leiter, die Verantwortung übernehmen und eine Richtung mit der Gemeinde einschlagen. In Deutschland sehe ich, dass dass eher schwierig ist. Also, dass es schwerfälliger voran geht, weil jeder noch seinen Senf dazugeben will. Ich liebe auch die deutschen Gemeinden. Ich glaube, da ist großes Potential. Die Deutschen sind mehr die »großen Denker«. Doch manchmal stehen wir uns selbst im Weg. Ich glaube, dass man auch manchmal einfach sagen muss: »Ich lasse das jetzt so stehen. Es ist egal, ob ich das nicht hundertprozentig durchdacht habe.« Die Australier sind da ein bisschen relaxter. Das ist diese Surfer-Mentalität: Nicht so viel nachdenken, einfach machen! Was auch was Gutes ist. Einfach mal loszulaufen und sich nicht ein Loch in de Bauch zu fragen. Das habe ich z. B. sehr genossen. Schon durchdacht, aber ein bisschen entspannter, ein bisschen mutiger vielleicht auch. Und ... Australien ist toll!

Nachdem du aus Australien zurück gekommen bist, hast du dein Album aufgenommen – »Overflowing«. Es ist in diesem Jahr erschienen. Ich habe mir mal deine Kommentare zu den Liedern durchgelesen. Mir ist aufgefallen, dass die Songs alle sehr persönlich sind, gleichzeitig versuchst du aber auch eine Botschaft in die Songs hineinzulegen. Wie würdest du die Hauptbotschaft in deinen Liedern zusammenfassen?

Wie du schon gesagt hast, sind das sehr persönliche Lieder von mir und sie spiegeln auch eine sehr wichtige Zeit in meinem Leben wieder. Deswegen ist das meine private Anbetung, meine verarbeiteten Gebete. Das Hauptthema ist eigentlich folgendes: Bevor ich nach Australien gegangen bin, habe ich einmal ganz klar gehört, dass Gott möchte, dass ich ein weiches Herz habe. Das war nur so ein Gedanke. Manchmal weiß man nicht genau, wann Gott zu einem spricht. Aber in dem Moment war das wie ein Echo in meinem Hirn, das ich nicht mehr abschütteln konnte. Und ich wußte: OK, da will Gott mich auf etwas hinweisen. Dann habe ich ganz viel darüber nachgedacht, wie mein Herz aussieht. Also nicht nur das, was ich mache, sondern warum ich das mache, und wie sieht es da aus? Was treibt mich an? Was ist der Motor meines Lebens? Das für Gott zu öffnen, dass ich Gott auch die Kontrolle über mein Leben und über meine Ängste gebe, mich richtig fallen lasse, ihm mein ganzes Herz gebe. Das ist eigentlich das Thema der CD, was aber auch immer noch ein Thema von mir ist.

Merkst du, dass Gott an dir gearbeitet hat? Kannst du ein konkretes Beispiel nennen?

Ich merke, dass ich vielleicht wacher geworden bin für Dinge, die Gott anspricht. Ich bin z. B. auch jemand, der sehr gerne die Kontrolle hat. Und wenn ich merke, dass ich die Kontrolle verliere, kann ich ein bisschen »wuschig« werden. Bei Gott ist das so, dass wir manchmal die Kontrolle verlieren oder an Gott abgeben müssen. Ich glaube, da bin ich auch leitungsfähiger geworden, Gott gegenüber. Dass ich ihm mehr die Kontrolle gebe und mir nicht immer selbst alles zurechtlegen muss. Und manche Sachen, glaube ich, hat Gott in meinem Herzen geheilt, die vorher einfach negativ waren und mich gehemmt haben. Auch, wie ich über mich selbst gedacht habe und wie ich über Gott gedacht habe. Ich merke einfach auch, dass die Bibel extrem viel darüber sagt. Gerade, dass es eben nicht darum geht: »Das Christentum ist: Du machst A, B, C, D, E«, sondern um die Veränderung des Herzens. Das ist nichts religiöses. Das hat damit nichts zu tun. Und wenn jemand irgendwelche religiösen Formeln aufstellt, lebt er genau an dem vorbei, was Gott eigentlich wollte: die Veränderung des Herzens. Und das ist etwas, wobei wir immer wach bleiben müssen.

Hast du noch etwas Herzen, was du unsern Lesern zum Abschluss sagen möchtest?

Was ich überhaupt jedem Menschen wünsche, ist, dass wir ganz ehrlich werden vor Gott und nicht so tun, als hätten wir es drauf. Ich glaube, das ist in allen Bereichen sehr wichtig. Gott kennt uns sowieso und Gott hat uns so gestrickt wie wir sind. Und ich glaube, gerade als Christen sollten wir davon wegkommen, uns irgendwas vorzumachen.

Quelle: www.sound7.de vom 11.10.2007
Autor: Johann Isaak




Sharona: Erfolg heißt nicht immer groß raus kommen

Sharona – das sind Lisa Rink, Tina Pantli (geb. Rink) und Sara Lorenz, ausgezeichnet mit dem PROMIKON-Award für den besten Newcomer des Jahres 2001. Sie bringen im März ihre zweite CD heraus. Reifer sind sie inzwischen geworden, musikalisch und persönlich. Keine Newcomer mehr, sondern feste Größen in der christlichen Musikszene. Dass sie gerne chinesisch essen gehen, das hat Markus Kalb für dennoch genutzt und sie dabei ausgefragt. Sara und Lisa hat es geschmeckt – Tina konnte leider nicht dabei sein, da sie in der Schweiz für ihren Mann kochen musste... Sie haben verraten, warum sie wirklich keine Superstars sein wollen, warum ihre CD trotzdem wirklich gut ist und warum sie wirklich kein Worship-Album machen.

dennoch: Im März kommt eure zweite CD raus – braucht die Welt noch eine Sharona-CD?

(Lisa und Sara lachen): Unbedingt!
Lisa: Wir haben in den letzten Jahren Situationen erlebt und durchgemacht, die wir in Lieder gepackt haben. So hatten wir einiges an neuem Material. Motiviert sind wir natürlich auch dadurch, dass die erste CD so gut gelaufen ist.

dennoch: Inwiefern habt ihr euch weiterentwickelt – konzeptionell und inhaltlich?

Lisa: Ich bin jetzt mehr so in Richtung Punk-Richtung gegangen, und Techno...(lacht)

Sara: Das wichtigste ist, dass wir auf der ersten CD einige Lieder von anderen gecovert haben, auf der neuen CD sind, bis auf eines (Hinter der Maske), nur eigene. Anders ist auch, dass wir drei uns jeweils in eine andere musikalische Richtung entwickelt haben.

Lisa: Wir machen nicht nur typischen Pop-Rock, was uns auch ein bisschen aufgedrückt wurde, sondern es sind auch außergewöhnliche Sachen dabei, natürlich noch der typische Trio-Gesang, aber auch Jazz und Karibik-Flair…

dennoch: Die meisten eurer Lieder sind in Englisch, aber ihr habt zu jedem englischen Text die deutsche übertragung dazu geschrieben. Es ist euch offensichtlich wichtig, dass man eure Texte versteht.

Lisa und Sara: Klar. Darum geht’s ja.

Sara: Die CD heißt ja ‚Open My Eyes’, das ist angelehnt an den Vers in Sprüche 4,18: „Das Leben der Menschen, die auf Gott hören, gleicht dem Sonnenaufgang. Es wird heller und heller, bis es völlig Tag geworden ist.“ Das ist unser Ziel für unser persönliches Leben. Da wollen wir hin mit unserem Leben. Und das ist auch der Grund für diese CD. Wir wollen, dass sie andere dazu ermutigt und ihnen hilft auf dem Weg zu diesem Licht.

dennoch: Lisa, du studierst jetzt ja an der Freien Theologischen Akademie in Gießen, Sara, du schreibst gerade deine Bewerbungen für eine Musik-Bibelschule in Australien, Tina ist in der Schweiz – das ist ja keine einfache Situation für eine Band.

Sara: Das ist schon ein wichtiges, schwieriges Thema bei uns, wir merken, dass bei jedem von uns persönlich momentan andere Sachen wichtiger sind. Sharona und Konzerte müssen dadurch zurückgestellt werden. Aber: Wir lösen uns nicht auf…

Lisa: Sharona ist nicht tot!

Sara: …wir lieben uns noch, und mögen Musik. Man darf das Projekt „Sharona“ ja auch nicht überbewerten. Wir haben sehr viel Spaß an der Musik und werden auf jeden Fall weiter Musik machen, zusammen oder auch alleine. Aber wir planen unser Leben nicht um Sharona rum, sondern sehen, ob es passt.

Lisa: Ich finde es extrem schwierig, dass mir alle Leute sagen, „Mach weiter“, „Ihr müsst noch viele Konzerte geben“ und ich merke, dass ich das gerade nicht schaffe, nicht will und dass es auch nicht dran ist. Das ist auf der einen Seite ein großer Kampf, auf der anderen Seite weiß ich genau, dass ich mich auch nicht über Sharona definieren möchte – ich bin die Lisa, und nicht die Lisa von Sharona!

Sara: Das ist auch voll gegen den Trend: wenn man Erfolg hat, dann muss man weitermachen, bis man ganz oben ist. Aber das ist nicht das, was wir mit unserem Leben erreichen oder mit unserer Musik verwirklichen wollen.

dennoch: Habt ihr auch schon darüber nachgedacht, in Richtung Charts oder überhaupt in Richtung nicht-christliche Szene zu marschieren?

Sara: Klar, so überlegungen gibt’s.

Lisa: … der Grand Prix…

Sara: Es gab auch konkrete Möglichkeiten und Angebote, aber wir wollen das nicht, nicht jetzt – im Moment können wir uns das gar nicht vorstellen.

Lisa: Das Problem ist doch folgendes: Mal angenommen wir würden beim Grand Prix zusagen, und mal angenommen wir würden dann auch noch gewinnen. Ich könnte mir das schon vorstellen: Wenn wir ein gutes Lied haben, drei Mädels da vorne, nicht übel gesungen… Das soll jetzt nicht arrogant wirken, aber im Gegensatz zu dem, was da sonst geboten wird, ist das gar nicht so schwer. Aber: was wäre dann? Toll, dann hätten wir den Grand Prix gewonnen. Dann wäre das Leben allerdings nicht mehr so einfach wie jetzt – wir wären bekannter, berühmter, so weit muss man auch denken. Ein wichtiger Punkt ist für uns drei, dass wir - so wie wir jetzt leben- viel näher an den Leuten dran sind.

Sara: Das habe ich bei den Konzerten in der Vergangenheit schon oft vermisst. Alle hören einem zu, man macht ein tolles Konzert, und dann gehen alle wieder nach Hause und man weiß nicht, ob das den Leuten persönlich was gebracht hat. Ich möchte lieber an den Leuten dran sein, sie fördern und ganz konkret Hilfestellung geben.

dennoch: Ist euch Erfolg weniger wichtig als an den Leuten dran sein?

Lisa: Erfolg ist für uns, wenn man wir an den Leuten dran sind, und nicht unbedingt, dass wir groß raus kommen. Erfolg ist doch, wenn man mit seinen Freunden und mit sich selbst klar kommt. Was nützt es dem Musiker, wenn er auf der Bühne so toll ist und einsam in seinem Hotelzimmer liegt. Aber das ist natürlich kein zwingender Gegensatz. Manchmal haben wir sogar ein schlechtes Gewissen, dass wir den offenen Weg nach oben nicht weiter gehen. Denn wir haben ja was zu sagen, wir könnten was verändern. Dann denken wir manchmal: Hoffentlich machen wir jetzt nichts falsch, wenn wir nicht weitergehen.

Sara: Ja eben, Gott hat uns das ja auch geschenkt, unsere Gaben und die Möglichkeiten, den Erfolg, und wir wollen jetzt nicht so doof sein und die Gaben zum Fenster rauswerfen. Man muss echt überlegen, wie man mit dem, was Gott einem schenkt, wirtschaftet. Wir sehen auf jeden Fall einen roten Faden in unserem Weg. Der ist auch noch nicht zu Ende. Und wir werden sehen, wo er uns hinführt.

dennoch: Die christliche Musikszene ist ja zurzeit sehr vom Worship (Lobpreis)-Gedanken geprägt. Jede Band, die etwas auf sich hält, braucht ein Worship-Album. Sharona auch?

Lisa: Nein!

Sara: Die meisten unserer Lieder sind ja Gebete.

Lisa: Die Haltung ist wichtig. Mache ich eine Worship-CD, um einfach eine neue CD zu machen, oder wirklich um Gott anzubeten – da kann man aber auch keinem irgendwas unterstellen. Wobei man schon kritisch sein muss, wenn auf einmal alle Amis so eine CD rausbringen.

dennoch: Der Einwand gegen Worship-Musik ist ja häufig der, dass sie zu oberflächlich ist und nur Emotionen angesprochen werden.

Sara: Das ist natürlich eine Gefahr, und es ist wichtig, dass man das anspricht.

Lisa: Ich finde es gut, dass man Gott in modernem Lobpreis wirklich anbeten, ansprechen kann, in Liedern wie „Du bist erhoben“ oder „Du bist mein Herr“. So Lieder wie „Man sagt er war ein Gammler“, das ist ja kein Lobpreis und das bringt mir auch nichts. Auf der anderen Seite bin ich schon kritisch, wenn es nur darum geht, „Ich spür dich“, „Ich will dich spüren“ und „Komm herab“. Aber ich mag es auch, wenn manche Dinge einfach ausgedrückt werden.

Sara: Letztendlich ist es zweitrangig, was man für Musik macht. Die Einstellung ist wichtig. Und: Gerade durch die Musik kann ich Leute abholen, Musik kommt viel dichter an die Seele ran als irgendwelche Worte. Ich finde es wichtig, dass man das auch nutzt. Dass man das nicht missbraucht – aber wirklich nutzt. Gott hat Musik geschaffen und ihre Wirkung gewollt.

dennoch: Herzlichen Dank, Lisa und Sara.

Blingen Sie die Lechnung bitte.

© DENNOCH  - Klartext für Junge Christen Ausgabe 01/03
Das Interview führte Markus Kalb
www.dennoch.info




Sharona im Interview

Es ist echt wichtig, dass man die Musik und den Erfolg als ein Geschenk betrachtet«

Sie überholten fast alle: »Sharona« . Mehr als über 10.000 Mal verkaufte sich ihre Debüt-Album. Für deutsche Verhältnisse eine beachtliche Zahl. Trotz des großen Erfolges sind die drei jungen Frauen von »Sharona « auf dem Boden geblieben – und präsentieren sich auf ihrem neuen Album »Open My Eyes« bodenständiger als je zuvor.

Seit dem letzten Album hat sich einiges verändert. Was genau?

Wir haben uns verändert. Je älter man wird, desto mehr Erfahrungen sammelt man - sowohl musikalisch als auch geistlich. Wir hoffen, dass man beim Hören der neuen CD spüren kann, dass wir uns weiterentwickelt haben. Aber auch die äußeren Lebensumstände haben sich verändert. Tina ist verheiratet und lebt in der Schweiz, Sara macht Abi und überlegt ins Ausland zu gehen, ich (Lisa) studiere in Gießen Theologie.

Der Promikon-Nachwuchs-Award – was hat er euch (wirklich) gebraucht?

Der Award an sich ist leider nach zwei Tagen kaputt gegangen... :o) Erst mal haben wir uns natürlich total über ihn gefreut. Dann kamen nach der Auszeichnungen viele Konzertanfragen auf uns zu - mehr noch als wir vorher hatten - und wir konnten gar nicht alle zusagen. »Newcomer 2001« zu sein war und ist ein gutes Aushängeschild um Werbung für die Gruppe zu machen. Wir sind einfach ein bisschen bekannter geworden.

Zum neuem Album: Was macht das Album aus? Was ist das Besondere daran?

Es ist mit sehr viel Kreativität produziert worden und enthält bis auf einen Titel nur eigene Lieder. Musikalisch aber auch inhaltlich ist es - wie schon erwähnt - eine Weiterentwicklung.

Worum dreht sich der inhaltliche Faden auf der CD?

Der Titel »Open My Eyes« gibt gut wieder, was wir drei uns für unser Leben wünschen: Dass Gott unsere Augen öffnet für seine Größe und für das, was Er in unserem und im Leben von anderen bewirken kann. Die Lieder drücken unsre Fragen aus, unsre ängste, Freuden und überzeugungen.

Gerth Medien handelt euch seit längerem als eine der erfolgreichsten und bestverkauftesten Gruppen. Wie geht ihr mit diesem Erfolg um?

So viel bekommt von dem Erfolg gar nicht mit. Wenn wir von hohen Verkaufzahlen hören, freuen wir uns total, dass es den Leuten gefällt. Und natürlich tut das gut, wenn man bei anderen gut ankommt - das ist ja normal. Allerdings führen wir alle drei ein ganz normales Leben, mit ganz normalen Herausforderungen. Dass man wir bekannt sind, merke ich meistens erst, wenn ich in christlichen Kreisen erkannt werde als »die« von »Sharona« oder wenn ich in Zeitschriften zu sehen bin. Es ist echt wichtig, dass man die Musik und den Erfolg als ein Geschenk betrachtet, dass man sich nicht als etwas Besseres fühlt, nur, weil man eine eigene CD hat und musikalische Fähigkeiten. Es ist ebenfalls wichtig, sich von dem Erfolg nicht unter Druck setzen zu lassen, sondern zu hören, was Gott will.

Wo legt ihr den Schwerpunkt? »Sharona« oder euer Privatleben? Wie geht es in euren Augen mit »Sharona« weiter?

Momentan konzentrieren wir uns doch mehr auf unser Privatleben. Es ist zurzeit einfach kaum möglich, dass wir drei ganz viel in »Sharona« investieren, allein schon wegen der räumlichen Trennung, aber auch, weil wir in unserer Umgebung sehr eingespannt sind. Dazu kommt, dass Sara eventuell ins Ausland will. So ist es zurzeit einfach dran, dass »Sharona« kürzer kommt. Aber es ist uns wichtig, dass die Leute wissen, dass wir noch da sind. Wir lösen uns nicht auf, wir setzen aber zurzeit andere Proritäten.

Wollt ihr einmal von der Musik leben? Als Berufsmusiker? Warum? Ist dies ein Traum von euch?

Tina lebt im Grunde schon als Musikerin, als Gesangslehrerin. Außerdem singt sie öfters im Studio - wie wir ja auch. Sie wollte als kleines Mädchen auch schon Sängerin werden. Sara kann sich auch vorstellen, in eine solche Richtung zu gehen - was genau ist allerdings noch nicht klar. Ich persönlich kann mir Berufsmusikerin zu sein nicht so richtig vorstellen. Musik wird aber immer mein allerliebstes Hobby sein.

Vielen Dank für das Interview.

© 4/2003 Christliche InterNet-Arbeitsgemeinschaft e.V. / Sound7.de
Das Interview führte Benjamin Lechner
www.sound7.de




Sharona wird langsam erwachsen

Drei junge, aber schon erfahrene Sängerinnen machen Musik. Sharona haben das zweite Album „open my eyes“ fertig gestellt.

Bergneustadt - „Leere Worte will ich nicht hören!“ Selbstbewusst klingt die Zeile aus dem Lied „so viel“ von Tina Pantli - die man noch als Tina Rink kennt - und doch ist „so viel“ ein Lied, das dem 11. September 2001 gewidmet ist. Die Mädchenband Sharona wird langsam erwachsen. Tina ist verheiratet und macht das auch gleich mit Hochzeitsfotos im Booklet bekannt, und auch aus der Musik von Lisa Rink und Sara Lorenz, ihrer Cousine, klingt viel Tiefe und Reife.

Mit der ersten CD haben die drei die christliche Szene Deutschlands im Handstreich erobert und jetzt soll „open my eyes“ diesen Erfolg wiederholen. Viel Soul, ein bisschen Jazz und natürlich Gospel, aber auch ein paar rockige Gitarren und ein bisschen Gute-Laune-Musik, das ist die Mischung, die das Album ausmacht. Und nicht zu vergessen: drei ausgezeichnete Stimmen.

Klar, alle drei sind von Kind an auf den Bühnen der Republik gestanden. Schließlich sind „Die Rinks und Freunde“ schon lange ein Prädikat in der Liedermacher-Szene. Und schon früh waren auch Lieder von Tina Rink mit auf den Alben der Familienband. An diese Zeit erinnert ihr „New Song“. Den singen die Drei im Chor und das Lied macht einfach Spaß. Aber sie zeigen sich auf diesem Album sehr wandlungsfähig. „More than words“ ist melancholisch und Tinas Stimme ist kaum zu erkennen, vielleicht hat sie zu viel an ihrer Stimme geschliffen. Bei „so viel“ kann man diese Befürchtung wieder vergessen, das Lied ist persönlich und ihre Stimme klingt wieder ganz nach ihr.

Die Lieder von Sara Lorenz sind soulig und tief, sie hat die tiefste Stimme mit einem großen Kontrast besonders zu Lisa Rink. Erdig und kraftvoll kommt Saras Gesang, sie phrasiert am meisten, aber nicht unangenehm viel. Dagegen wirkt Lisas Stimme schlicht und leicht, aber nicht weniger schön oder weniger angenehm. Dass sie beide eigene Lieder beisteuern ist Ehrensache.

Ehrensache ist auch, dass Eberhard Rink die Produktion übernahm. Mit exzellenten Studiomusikern, die auch mit Xavier Naidoo aufnehmen, war hervorragender musikalischer Hintergrund garantiert. Kein Wunder, dass da eine gute Produktion auf CD gepresst wurde. Zu bestellen ist das Album übers Internet.

© 2003 Kölner Stadtanzeiger
Vom 06.03.2003
Autor: Holger Henning




Newcomer 2001 und 2002 spielten nacheinander

Während sich die Musiker hinter ihnen für den Auftritt vorbereiten, stehen die drei jungen Mädels leicht nervös am Bühnenrand. Doch im letzten Jahr haben sie sich richtig 'rausgemacht. Die anfängliche Verlorenheit wird bald ersetzt durch Bühnenroutine und Gelassenheit eines Profimusikers. Sharona gewannen den "Promikon-Award" als Newcomer des Jahres 2001.

"Der Award hat schon richtig gut auf uns aufmerksam gemacht, so dass wir im letzten Jahr viele Konzertanfragen bekommen haben. Das freut uns natürlich." sagen die Mädels von Sharona in der Pressekonferenz zur Promikon.

Der 20minütige Auftritt von Sharona bereitet die Bühne für diesjährige Gewinnerin des Newcomer-Promikon-Award: Erin Kincaid. Beide sind kaum miteinander vergleichbar. Sharona bietet feinfühlige Musik, sanfte Töne und dreistimmigen Gesang, Mrs Kincaid ist eine Rockröhre durch und durch.

Quelle: www.jesus-online.de
und www.promikon.de




Unglaublich viel Erfahrung

Sharona konzertiert im Johannland / Junge Formation

sz Netphen - Salchendorf. Ihr fahrt erst rechts und dann vor Rudersdorf links in Richtung Salchendorf. In zehn Minuten seid ihr hier.« - Prima funktioniert das. Zehn Minuten nach diesem Navigations-Call per Handy biegt ein hellblau-grauer Kleinbus mit Gummersbacher Kennzeichen in den Hof der Kirche ein. Sharona ist da: Tina. und Lisa Rink und deren Kusine Sara Lorenz, drei junge Frauen aus Bergneustadt, die mit ihrer ersten CD (,So glad") in der bundesweiten Gospelszene einen Riesenerfolg gelandet haben.

Sharona, vor ein paar Tagen zum Info-Gespräch im Johannland zu Gast, wird sich am Sonntag, 23. September, 17 Uhr, in der Salchendorter Kirche vorstellen. Versprochen wird ein Mix aus selbst geschriebenen Liedern mit meist christlichen Inhalten. Zu den Songs von der CD kommen weitere, auch neue Stücke, allesamt in diesem melodiösen Sound (die musikalischen Vorbilder, The Corrs, lassen grüßen), der Sharona ausmacht.

"Unglaublich jung und unglaublich viel Erfahrung« - der Slogan der Plattenfirma beschreibt die Formation (dazu gehören auch die Musiker Sascha Meyer, Gitarre, Mark Wiedersprecher, Bass, und Markus Bajorat, Schlagzeug) treffend. Tina, Jahrgang 1979, Lisa, 1982, und Sara, 1983, bewegen sich altersmäßig im Schnitt als Gerade-mal-Twens und sie beweisen Tiefgang. Ihre Lieder sind oft nachdenklich, stellen Fragen und geben Antworten, kommen aber auch ausgelassen fröhlich daher und reden dabei fast immer vom
Wert einer persönlichen Beziehung zu Gott. Somit möchte das Konzert in Salchendorf auch ein Fingerzeig*, wie Felix Stolz vom veranstaltenden Kapellenverein sagte, sein; möchte beitragen, vor allem jungen Menschen auf der Suche .nach dem Wahren* behilflich sein. Entscheidende Weichen auf dem Weg von Sharona stellte die Familie. Denn Lisa. und Tina sind Töchter der Rinks*. Sie stehen von klein auf mit Vater Friedemann und Mutter Ute, aus dem Siegerland stammende Urgesteine der christlichen Liedermacherlandschaft, und den Geschwistern auf der Bühne.

Und auch Kusine Sara kennt das Geschäft; sie wirkte etwa jahrelang bei den Christopher Kirchenmaus-Hörspielen aus der Produktionsschmiede von Helmut Jost mit. Somit, das sagen die drei fast unisono, wüssten sie jetzt mit dem Erfolg der eigenen Band gut umzugehen. "Wir können das genießen, aber auch einschätzen." Schließlich steht das Trio ungeachtet seines künstlerischen Engagements mitten im Leben: Lisa absolviert ein Soziales Jahr in der Kirchengemeinde ihrer Stadt, Sara baut in ein, zwei Jahren ihr Abitur, und Tina besucht - mit ihrer Ausbildung zur Erzieherin im Rücken - die Popmusikschule im romantischen« Dinkelsbühl.
Bleibt die Frage nach dem Namen der Band: Der folge einem jüdischen Mädchennamen, der Sara in einem Buch begegnet sei. Laut Auskunft eines Griechischkundigen bedeute Sharona« so viel wie Freude. Das passt zum Programm: "So glad" - so glücklich, so froh!

© 2001 Siegener Zeitung
Vom 29.03.2001
Autor: CIU




Musik und Kultur für die Seele

Gießen. Besondere Musikalität scheint in den Genen der Familie Rink versteckt zu sein. Auf der Promikon wurde ein neues "Pflänzchen" aus den Rink-Reihen mit dem "Promikon Award“ ausgezeichnet: Die Gruppe "Sharona" - bestehend aus den beiden Schwestern Lisa und Tina Rink und ihrer Cousine Sara Lorenz. Die drei sympathischen jungen Frauen sind zwar in einer Gemeindejugendgruppe verwurzelt, wollen mit ihren überwiegend selbstgeschriebenen Pop-Songs jedoch nicht nur "fromme" Kreise erreichen. Ihr besonderes Anliegen ist die Widerspiegelung eines authentischen Christenseins. Bei der Weitergabe der persönlichen Gedanken in ihren Liedern, aber auch in diversen Ansagen zwischen den einzelnen Stücken erzählen sie daher nicht nur von den Sonnenseiten, sondern auch von den Tiefen ihres Glaubenslebens. Für eine geplante Ostertournee im Jahr 2002 sucht "Sharona" weitere Konzertveranstalter.
Kontakt: Anna-Kristina Rink, Klostergasse 13, 97550 Dinkelsbühl, Tel. & Fax (0 98 51),58 27 90, Mobil: (01 77 5 / 42 18 86 3,- Kosten: nach Vereinbarung nach Besetzung (klein: nur mit Gitarre; groß: mit kompletter Band)

Text © 2001 Idea Spektrum
Auszug aus der Ausgabe: 7 / 2001
Fotos © 2001 Sascha Müller-Harmsen




Mutig, vielseitig und ganz direkt

Bergneustadt - Mutig, vielseitig und christlich - so könnte man die Mädchenband "Sharona" charakterisieren. Gemeinsam mit ihrer Cousine Sara präsentierten sich die Schwestern Tina und Lisa Rink als neue Rock- und Popformation. Mut brauchte der Nachwuchs der bekannten Musikerfamilie von Ute und Friedemann Rink, um mit ungeschminkten Texten etwa über die eigene Entwicklung beim Erwachsenwerden, vor die vollbesetzen Aula des Wüllenweber-Gymnasiums zu treten. Mit ihrer enormen Vielseitigkeit und einer guten Portion Lebensfreude meisterten die Mädchen diese Aufgabe: Mal am Keyboard, mal am Flügel, dann wieder mit der Geige (Tina) wechselten sie sich ab, sangen solo oder im mehrstiminigen Satz auf Deutsch oder Englisch.

"Hilf mir zu sein, so wie ich bin; öffne mein Herz, die tiefsten Gefühle" - so lauteten nur einige Zeilen aus den überwiegend vom christlichen Glauben motivierten Songs‘ mit denen "Sharona" sich tief ins Gemüt der Zuhörer spielte. Wer wollte, ließ sich von dieser Musik einhüllen, aufwühlen und hinreißen. Eine Spur zu missionatisch dagegen vielleicht die jugendlich-frechen Ansagen, etwa beim letzten Lied vor der Pause: "Viele Menschen haben ein total falsches Bild von Jesus", wurde da von der Bühne verkündet. Das "richtige" Jesus-Bild blieb freilich im Dunkeln, nur soviel: "Jesus ist der Weg", sang das Trio verheißungsvoll, getreu dem Titel "The Way".
Die musikalische Begleitung hatten Sascha Meyer (Gitarre), Sebastian Rink (Baß) und Markus Bajorat am Schlagzeug übernommen. Untermalt, genauer: per Diaprojektion bildhaft unterstützt, wurden die lebensfrohen Songs obendrein durch passende Stimmungsfotos direkt neben den Akteurinnen auf der Bühne.

Nicht verstellt
So perlten die Regentropfen im gleichnamigen Lied - geschrieben von der 19jährigen Tina Rink  - nicht nur akustisch ins Mikrofon, sondern auch optisch über eine Fensterscheibe auf der Leinwand. Zuvor lächelten metergroße Masken das Publikum an. Im Lied ,,The Mask" machten sich die Teenager ihre Gedanken darüber, wie oft sich der Mensch verstellt - mal krampfhaft fröhlich, mal gequält locker, dann wieder betont ernsthaft. Die Lösung brauchten die jungen Damen von ,,Sharona" natürlich nicht auszusprechen: Wer so ehrlich, direkt und authentisch auf die Bühne kommt und obendrein auch noch eine so tolle Stimme hat, der braucht sich nicht zu verstellen.

© 1999 Kölner Stadt-Anzeiger
Vom 03.03.1999 [Nr.52 / SOB 17]
Autor: Gerrit Reichel




Einheit aus peppiger Melodik und überzeugenden Texten

Siegen. (SyRo) Eine mit enormer Vielseitigkeit und einer guten Portion Lebensfreude geladene Rock-Pop-Konzert-Veranstaltung der Band "Sharona" ging jetzt im Gemeindehaus der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde über die Bühne.

"Sharona" aus Bergneustadt - das sind die drei Leadsängerinnen Tina und Lisa Rink sowie Sara Lorenz, der Gitarrist Sascha Meyer, der Bassist Mark Widersprecher und der Schlagzeug« Markus Banjorat Darüber hinaus besetzen die beiden Rink-Schwestern im fliegenden Wechsel das Piano und einige Songs werden von Tina Rink noch zusätzlich mit der Geige begleitet.

Das Programm dass die sechsköpfige Band im gut gefüllten Gemeindehaus präsentierte, hat einen sehr modernen Touch. ­Mit mitreißenden Pop-Songs, aber auch nachdenklichen und ruhigen Stücken konnten sie das Publikum vom ersten Song an auf ihm Seite bringen  - ob dreistimmig, im Duett oder mit Solo-Gesangseinlagen.

Müheloses Klettern auf der Toneiter

Die Mädchen kletterten mit ihren Stimmen die Tonleiter mühelos rauf und runter, und bewiesen ein atemberaubendes Gesangsvermögen. Viele ihrer Lieder erzählten dabei von Situationen aus ihrem Leben mit Jesus; das aber so natürlich, dass es bei Liedern wie „Du bist bei mir“, „Jesus is“­ oder „The Keeper“ beeindruckt und nicht abgesetzt wirkt. In den englischen und deutschen Songs werden aber auch Erfahrungen an Bereichen außerhalb der Glaubensthematik verarbeitet, wie etwas Abschiednehmen, Selbstfindung   oder Glücklichsein.

"Wir hoffen nämlich, dass Ihr heute Abend ganz viel für sämtliche Lebenslagen mitnehmen könnt", kommentiert Sara Lorenz die teilweise selbst komponierten Stücke. Die ausgereiften Stimmen, der unverbrauchte Charme und die frische Ausstrahlung des Gesangstrios trugen dazu bei, dass die Botschaften überzeugend wirkten. Eine Diaprojektion zu jedem Lied mit passendem Motiv rundete den gelungenen Konzertabend ab.

Autor: Sylvia Rohlender